Zapfen werden längs der Faser geführt, Schultern sauber abgesetzt, um Schub aufzunehmen. Bohrungen für Dübel leicht versetzt, damit Zug entsteht, wenn der Holzstift eingeschlagen wird. Leim bleibt die Ausnahme. Beim Aufrichten sitzen Verbindungen handwarm, quellen später und schließen fester. So widerstehen Rahmen dem Knirschen schwerer Schneelasten und dem Rucken starker Windstöße.
Schwalbenschwanzverbindungen sichern Zugrichtungen an Schwellen und Pfetten, während Überblattungen Kräfte großflächig verteilen. Hakenblatt stoppt Längsverschiebung an Stößen, besonders an Firstpfetten. Passflächen werden mit dem Stemmeisen fein geglättet, Kreide hilft beim Anpassen. Nichts klappert, wenn die Hölzer arbeiten. Geräusche bleiben gedämpft, Bewegungen kontrolliert, Reparaturen später leicht möglich.
Diagonale Streben verbinden Pfosten und Riegel, bilden steife Dreiecke. Windrispenbänder aus Holzleisten kreuzen die Ebene der Sparren. Schwellen verkeilen im Mauerwerk, ohne es zu spalten. So bleibt der Baukasten stabil, auch wenn Lawinen fern grollen, Fels erzittert und die Bora nachts pfeift. Innen spürt man Ruhe, Außen tanzt nur der Schnee.
All Rights Reserved.